Berlin - Ob Naturkatastrophen, Terroranschläge oder Bedienungsfehler des Personals - Kernkraftwerke, Chemieparks und Sondermüllanlagen sind bei ihrem Betrieb besonderen Risiken ausgesetzt. Welche Rolle das Recht bei der Risikosteuerung und Katastrophenprävention von Hochrisikoanlagen spielt, erläutern Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaftspraxis am 05. Mai 2011 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ausrichter der wissenschaftlichen Tagung sind die Forschungszentren für Katastrophen- und Umweltrecht der Berliner Universität. Die Teilnahme ist kostenpflichtig.
Berlin - Vor einem Jahr hat der Vulkanausbruch auf Island für chaotische Verhältnisse an Europas Flughäfen gesorgt. Tausende Passagiere saßen tagelang in den Terminals fest. Von den umfangreichen Luftraumsperrungen waren damals auch die Flughafenbetreiber betroffen. Nach Ansicht ihres Branchenverbandes hat die unzureichende Abstimmung zwischen den Behörden das Chaos verschärft: Während der Luftraum über Deutschland gesperrt war, mussten die Flughäfen aufgrund ihrer Betriebspflicht geöffnet bleiben. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V. (ADV) sieht auch ein Jahr nach den Ereignissen weiteren Handlungsbedarf auf Seiten der Politik.
Tübingen - Welche Ereignisse lösen öffentliche Empörung aus, welche nicht? Lassen sich Skandale steuern? Wie wird der Prozess der Skandalisierung von den Betroffenen erlebt? Was verrät der Eklat über den Moralkodex einer Gesellschaft? Diese Fragen werden in einer öffentlichen Ringvorlesung des Instituts für Medienwissenschaft der Universität Tübingen behandelt. Antworten und Forschungsergebnisse liefern Vertreter aus Wissenschaft und Praxis. Die Veranstaltungsreihe ist öffentlich und beginnt am 21. April 2011. Die Vorträge finden jeweils donnerstags in der Zeit von 18 bis 20 Uhr. Veranstaltungsort ist der Kupferbau der Universität Tübingen (Hölderlinstraße 5, D-72074 Tübingen).
Stuttgart - Internetfähige Smartphones sind heute weit verbreitet. Apps oder andere mobile Dienste helfen dabei, sich jederzeit, häufig auch ortsbezogen, zu allen möglichen Themen Informationen zu beschaffen. Wie sich diese Infrastruktur für die Unterstützung von Sicherheitsaufgaben bei Großveranstaltungen nutzen lässt, war das zentrale Thema des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts "VeRSiert". Innerhalb der letzten drei Jahre hat das Projektkonsortium innovative Lösungen zur Simulation kritischer Ereignisse, Möglichkeiten der videobasierten Personenzählung sowie Ansätze zur Schulung für Verkehrsunternehmen entwickelt. Diese wurden zum Abschluss des Projekts am 06. April 2011 in Köln präsentiert.
Cuxhaven - 150 Experten aus Dänemark, Schweden, den USA und Deutschland tauschten sich auf dem diesjährigen Fachkolloquium des Havariekommandos über ihre neuesten Erkenntnisse im Maritimen Notfallmanagement aus. Gleich vier Vorträge waren dem Thema "Luftüberwachung von Meeresverschmutzungen" gewidmet. Außerdem standen drei Unglücke aus dem vergangenen Jahr auf der Agenda der Expertenkonferenz: Das Kentern der Ölplattform "Deep Water Horizon" im Golf von Mexiko mit seinen Folgen für die Umwelt, ein Brand im Maschinenraum eines Kreuzfahrtschiffes und der Brand auf der Ostseefähre "Lisco Gloria".