Newsletter    Facebook    Twitter    Google+    Presse    Partner    Karriere    Suchen    Sitemap    Kontakt    Impressum  
   Krisennavigator 
®
17. Jahrgang (2014) - Ausgabe 10 (Oktober) - ISSN 1619-2389
Ein "Spin-Off" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Krisennavigator
Mit freundlicher Unterstützung
der Deutschen Gesellschaft für
Krisenmanagement (DGfKM) e.V.

und der Partnerunternehmen:

| Mehr |

| Mehr |

| Mehr |

| Mehr |
 
 

Kurzmeldungen

Insolvenzverwalter - Scharfe Kritik am BFH-Urteil zum Fiskusprivileg

Berlin - Im Dezember 2010 hatte der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Umsatzsteuerverbindlichkeiten insolventer Unternehmen als so genannte Masseverbindlichkeiten zu behandeln sind. Damit müssen diese vorrangig und in vollem Umfang an den Fiskus gezahlt werden. Das Nachsehen haben andere ungesicherte Gläubiger, die von ihren Forderungen nur eine Quote erhalten - und das oft erst nach Jahren. Hiergegen richtet sich ein offener Brief dreier Insolvenzrechtsverbände an die Bundesjustizministerin. Die Unterzeichner warnen vor den dramatischen Folgen des Urteils. Danach fließe künftig erhebliche Liquidität aus der Insolvenzmasse ab - zulasten der übrigen Gläubiger und des insolventen Unternehmens.

Nach Ansicht des Verbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID), des Gravenbrucher Kreises und der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht und Sanierung im Deutschen Anwaltsverein sei die Entscheidung des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 09. Dezember 2010, V R 22/10) ein Schlag in das Gesicht einer sanierungsorientierten Insolvenzverwaltung. Die Rettung von Arbeitsplätzen werde dadurch erheblich erschwert. An sich sanierungsfähigen Unternehmen drohe die Liquidierung, weil kein Geld mehr für die Sanierung vorhanden ist. Außerdem breche das Urteil mit dem Gedanken der Gläubigergleichbehandlung der Insolvenzordnung.

Zum Beleg verweist der VID auf eine im Oktober 2010 durchgeführte Befragung unter seinen Mitgliedern. Danach wäre nach Einführung eines solchen Fiskusprivilegs bei 62 Prozent der untersuchten 1.020 Insolvenzverfahren für die ungesicherten Gläubiger überhaupt kein Geld mehr übrig geblieben. Die durchschnittliche Quote würde von bisher 11,36 Prozent um fast die Hälfte auf 6,43 Prozent sinken. Eine Vielzahl der Insolvenzverfahren müsste wegen Masselosigkeit eingestellt werden. Auf der Gläubigerseite wären vor allem gesunde Unternehmen die Leidtragenden - etwa mittelständische Handwerker, Dienstleister und Lieferanten.

Die Unterzeichner des offenen Briefs appellieren daher an den Gesetzgeber, die drohenden Gefahren durch geeignete Regelungen abzuwenden. Das Urteil stelle eine radikale Abkehr vom tragenden Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung in der Insolvenzordnung dar und dürfe daher aus Sicht der Insolvenzrechtspraxis keinen Bestand haben. Nicht zuletzt werden dadurch auch die aktuellen Bemühungen des Gesetzgebers torpediert, durch eine Einführung des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) die Fortführung Not leidender Unternehmen zu fördern.

© 2011 Krisennavigator. Alle Rechte vorbehalten.
Stand der Informationen: 21. April 2011.


Seitenanfang | Zurück | Drucken Drucken | Kontakt | Sitemap | Impressum

Vervielfältigung und Verbreitung - auch auszugsweise - nur mit ausdrücklicher
schriftlicher Genehmigung des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, Kiel.
© Krisennavigator 1998-2014. Alle Rechte vorbehalten.
Internet:
www.krisennavigator.de | E-Mail: poststelle(at)ifk-kiel.de

 
   

Aktueller Kongress

Restrukturierungsgipfel
Humboldt-Universität
zu Berlin
17. September 2014

Aktuelle
Stellenangebote

Mitarbeiter (m/w)
Krisenkommunikation, 
Krisenmanagement
in Kiel / Hamburg

Werkstudent (m/w)
Krisenkommunikation,
Krisenforschung
in Kiel

Consultant (m/w)
Restructuring und
Finance in München
und Hamburg 

Consultant (m/w)
Corporate Recovery
in Berlin und
Düsseldorf

Rechtsanwalt (m/w)
Insolvenzrecht
in Düsseldorf

Aktuelle Lehrgänge

Zertifikatslehrgang
Krisenkommunikations-
manager/in (DGfKM)

25. bis 27. Februar 2015
in Hamburg

Zertifikatslehrgang
Restrukturierungs-
manager/in (DGfKM)

04. bis 06. Februar 2015
in Frankfurt am Main

  

Zertifikatslehrgang
Katastrophen-
manager/in (DGfKM)

Termine auf Anfrage (nur
öffentliche Einrichtungen)

Mobile Dienste

Bitte geben Sie direkt
www.krisenjournal.de bzw.
restrukturierungsjournal.de
in Ihr Smartphone ein.

Aktuelle Magazine

Direkt zu den
Fallstudien, Fachbeiträgen,
Buchtipps, Links etc.

Krisenmanagement
Krisendiagnose
Krisenkommunikation
Issues Management
Risikomanagement
Sicherheitsmanagement
Katastrophenmanagement

Ihren Beitrag
ergänzen? Kontakt

Aktueller Buchtipp 

Suchen Sie weitere
aktuelle Publikationen?
Institutsbibliothek

Soziale Netzwerke

Folgen Sie uns auf ...


www.facebook.com/
krisennavigator


www.twitter.com/
krisennavigator


www.krisennavigator.de/
Google+

Interviews
(Auswahl)

Krisenkommunikation
bei Katastrophen

(SWP)

Psychologie der
Krisenbwältigung

(ARD)

Repuations-
management von BP

(dapd)

Status des
Katastrophen-
managements

(Handelsblatt)

Krisenkommunikation
bei Stuttgart 21

(Blog)

Reputations-
management von BP

(detektor.fm)

Krisenkommunikation
von BP im Web 2.0

(Adzine)

Krisenkommunikation
des Bundespräsidenten

(Blog)

Krisenmanagement
bei Opel

(Tagesschau)

Krisenkommunikation
der Bahn

(W & S)

Krisenkommunikation
bei Restrukturierungen

(Focus)

Reputationsmanagement
von SAP

(Computerwoche)

Krisenkommunikation
der Bahn

(Tagesthemen)

Krisenkommunikation
der Bundesagentur
für Arbeit

(Spiegel)

Krisenmanagement der
Bundesregierung

(Tagesthemen)

Risikomanagement
in Unternehmen

(Fluter)

Krisenkommunikation
in Kriegszeiten

(Spiegel)

Stellungnahmen
(Auswahl)

Krisenkommunikation
der Ergo-Versicherung

(Welt)

Krisenmanagement
von Sony

(Stern)

Internationales
Krisenmanagement

(Wiener Zeitung)

Status des Auslands-
krisenmanagement

(FTD)

Katastrophen-
kommunikation in Japan

(HAZ)

Krisenkommunikation
bei AKW-Unfällen

(Bild)

Status des
Katastrophen-
managements

(n-tv)

Krisenkommunikation
bei Stuttgart 21

(Handelsblatt)

Krisenkommunikation
von Google

(W & V)

Krisenkommunikation
von BP

(Standard)

Status der
Krisenkommunikation

(FTD)

Krisenkommunikation
der Bahn

(Focus)

Krisenmanagement
bei Projektkrisen

(Spiegel)

Krisenkommunikation
der CDU

(Abendblatt)

Reputations-
management von BP

(Welt)

Krisenkommunikation
zu Griechenland

(Welt)

Krisenkommunikation
im Tourismus

(Tagesspiegel)

Krisenkommunikation
des Papstes

(N24)

Krisenmangement
der CDU

(Bild)

Krisenkommunikation
im Insolvenzfall

(CRN)

Krisenkommunikation
der HSH-Nordbank

(Welt)

Markenkrise
bei Opel

(Welt)

Krisenmanagement
in Unternehmen

(FTD)

Prozessbegleitende
Krisenkommunikation
(Litigation-PR)

(FTD)

Krisenkommunikation
im Internet

(Süddeutsche)

Krisenmanagement
der Bundesregierung

(Spiegel)

Reputationsmanagement
der Deutschen Bank

(Süddeutsche)

Status des
Risikomanagements

(FTD)

Bewältigung von
Produktrückrufen

(FTD)

Reputationsmanagement
von Unternehmen

(FTD)

Krisenprävention von
Unternehmen

(Welt)

Institutsportraits
(Auswahl)

"Krise als Beruf"
(Welt)

"Stell dir vor,
es ist Krise"

(Manager Magazin)

"Virtuelle Sanitäter"
(Welt am Sonntag)

   Deutsch   /  English  Letzte Aktualisierung: Montag, 20. Oktober 2014